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Indien im Aufbruch – Frauen gestalten die Zukunft ihrer Dörfer

28. Feb 2011 | Von PR-Gateway | Kategorie: Gesellschaft & Soziales

Am 18. März 2011 findet in Weingarten eine Hunger Projekt Veranstaltung über die Arbeit in Indien statt.

Leni Rieppel, Landesdirektorin des Hunger Projektes in Deutschland, berichtet am 18. März in Weingarten über die praktische Arbeit ihrer Organisation, die Frauen in diesem Bereich unterstützt. Sie präsentiert Erfahrungen und Eindrücke ihrer Reise nach Indien, bei der sie Gelegenheit hatte, die Situation und die Arbeit der Gemeinderätinnen auf den Dörfern kennen zu lernen.

In Indien läuft eines der größten sozialen Experimente unserer Zeit:
1992 hat die indische Regierung per Gesetz beschlossen, politische Macht im ländlichen Raum an gewählte lokale Gemeinderäte, die so genannten “Panchayats”, zu delegieren. Insbesondere wurde festgelegt, dass ein Drittel der Abgeordneten der Panchayats Frauen sein müssen.

Dies ist ein revolutionärer Schritt mit enormer Tragweite. Erstmals verfügen Frauen, deren Leben seit Jahrhunderten von Machtlosigkeit, Unterernährung und mangelnder Bildung geprägt ist, zumindest im Grundsatz über das Mandat und den politischen Einfluss, sich in ihren Dörfern für ihre Anliegen einzusetzen und die Ressourcen von staatlicher Seite dafür zu mobilisieren.

Die Umsetzung dieses Gesetzes in der Praxis ist eine große Herausforderung. Tief verwurzelte, patriarchalische und feudale Strukturen stehen dabei häufig im Wege. Zugleich müssen Frauen erst in diese Rolle hineinwachsen. Es ist eine neue Erfahrung für indische Frauen, in einer politischen Versammlung die Stimme zu erheben – dies kostet Mut.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 18. März 2011 in Weingarten im Haus der Familie (Jugendhaus) in der Liebfrauenstr. 24 statt. Beginn ist 19:30 Uhr, Ende 21:30 Uhr.

Weitere Informationen finden gibt es unter: www.das-hunger-projekt.de
Das Hunger Projekt e.V. ist eine globale Nichtregierungsorganisation (NRO), die sich seit 1977 für die nachhaltige Überwindung chronischen Hungers einsetzt. Gegenwärtig ist das Hunger Projekt in 12 Ländern Afrikas, Südasiens und Lateinamerikas (in Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Ghana, Malawi, Mosambik, Senegal und Uganda; in Indien und Bangladesch; in Mexiko und Peru) vertreten. Insgesamt gibt es 350 Angestellten und rund 362.000 Ehrenamtlichen. Der internationale Hauptsitz ist in New York.

In Deutschland arbeitet das Hunger Projekt seit 1982 als gemeinnützig anerkannter Verein – momentan mit ca. 50 ehrenamtlichen Aktiven und fünf Teilzeitkräften. Weitere Partnerländer sind: Australien, Belgien, Großbritannien, Japan, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Schweden und die Schweiz.

Das Hunger Projekt konzentriert sich auf drei Leitgedanken: Mobilisierung zur Eigenverantwortung, Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie Stärkung lokaler Demokratie. Alle Strategien und Initiativen sind darauf ausgerichtet, die acht UN-Millenniumsentwicklungsziele zu unterstützen.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin zeichnet das Hunger Projekt e.V. seit Jahren mit dem DZI-Spendensiegel für seine transparente, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Spendengelder aus.
Das Hunger Projekt e.V.
Maria Baum
Holzstrasse 30
80469
München
mbm@das-hunger-projekt.de
(+49) 89 2000 347 70
http://www.das-hunger-projekt.de

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